Servus miteinander!
Der Nachmittag des 2. August war heiß und sonnig. Perfekt für einen entspannten Ausflug an fränkische Nebenbahnen. Eben jenen möchte ich mich dieses Jahr etwas mehr widmen, da sie meist die schönsten Motive bereit halten. Bereits im Januar besuchte ich die „Gräfenbergbahn“ im Osten Nürnbergs. Allerdings warf ich damals das Nachmittagsprogramm für den Müllzug nach Frauenaurach über den Haufen. Das sollte also nun nachgeholt werden. Eine Tour lässt sich top mit der angrenzenden Nebenbahn nach Simmelsdorf-Hüttenbach verbinden. Die beiden Strecken liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Der Nachmittag startete also zunächst an der „Schnaittachtalbahn“. Die RB21 und RB31 werden beide planmäßig von Lint 41 und Lint 51 befahren, wobei hauptsächlich die kürzeren VT 648 zum Einsatz kommen. Nur noch sehr selten und wenn dann außerplanmäßig verirrt sich ein „Desiro“ auf eine der beiden Strecken. Vor ca. 20 Jahren sind hier noch Kulttriebzüge wie der VT 614 gelaufen.
„Schnaittachtalbahn“
- Zum Einstieg war der Blick auf die Ausfahrt von Simmesldorf geplant, doch leider ist die Pfarrkriche, welche als Motiv dienen soll und hoch über dem Stadtkern liegt, über die Jahre ziemlich eingewachsen. Also griff ich auf die Drohne zurück.
- Sonnenblumen werden an diesem Feld wohl schon länger nicht mehr verkauft, zumal die Anzahl an hier Wachsenden Blumen in den letzten Jahren einen rasanten Rückgang verzeichnet hat.
- Das ehemalige Empfangsgebäude von Schnaittach ist mittlerweile an die „Raiffeisenbank“ verkauft und befindet sich aktuell im Umbau. Gerade kommt 648 313 am Bahnsteig zum stehen.
- Der Klassiker an den Fischweihern von Schniattach darf bei einem Besuch natürlich nicht fehlen.
- Von unten beinahe unsichtbar, dafür von oben umso gewaltiger thront hoch über der Stadt Schnaittach die Festung Rothenberg. Ein gewaltiges Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert. Im Tal darunter schlängeln sich Schnaittch und Bahnstrecke durch das Land und kreuzen sich des öfteren.
- Von der Landstraße nach Simmelsdorf fiel mir dann doch noch ein recht freier Blick auf die Pfarrkirche „Mariä Heimsuchung“ auf, welcher sich aber Morgens noch besser umsetzten lassen dürfte. Den Standpunkt habe ich mir auf jeden Fall für den nächsten Besuch gemerkt!
- Zwischen Schnaittach und Rollhof schaut die Strecke ein kurzes Stück zwischen den großen Feldern hervor und so lässt sich ein Lint 41 mit dem „Glatzenstein“ (links im Bild) und der Ortschaft Weissenbach aufnehmen.
- Ein weiterer Blick auf die imposante Festung oberhalb von Schnaittach.
„Gräfenbergbahn“
- Am Vortag suchte ich bereits virtuell die Gegend um Gräfenberg nach Weitblicken ab und dabei stach mir ein kleiner, freier Abschnitt am oberen Ortsrand auf, von welchem aus man einen Blick auf die Strecke haben könnte. Leider bin ich vor Ort dann doch von hohen Baumkronen und Gebüsch enttäuscht worden, aber mit der Drohne ließ sich immerhin dieser Blick auf Weißenohe umsetzten.
- In der Mitte zwischen „Lillachtal“ und „Kalkachtal“ steht das imposante Kloster Weißenohe samt eigener Brauerei. Eine Doppeltraktion Lint 41 schlängelt sich gerade die Steigung von Gräfenberg hinab und wird in Kürze den im Ort liegenden Haltepunkt erreichen.
- Während man vielerorts dank Bewuchs kaum noch die Drehgestelle der Fahrzeuge sehen kann, hat man hinter Eschenau einen top frei geschnittenen Streckenabschnitt. Somit konnte ich, um die evangelische Pfarrkirche aus der Leitung zu befreien, etwas in die Hocke gehen.
- Das Kloster Weißenohe lässt sich am Abend mit der Drohne oder dem Hochstativ noch von der anderen Seite ablichten.
- Im warmen Abendlicht des weit vorangeschrittenen Tages, posierte unter zwei großen Eichen 648 411 auf dem Weg nach Gräfenberg.
- Kurz vor Sonnenuntergang fuhr mir dann noch eine Doppeltraktion vor der Ortskulisse Eschenau vor die Linse.
Sehr zufrieden ist die Heimreise angetreten worden. Auf meiner Tourliste für dieses Jahr stehen unter anderem noch die Nebenbahnen Gunzenhausen – Wassertrüdingen und Fürth – Markt Erlbach. Mal schauen, ob ich beide dieses Jahr noch besuchen komme. Bis zum nächsten Mal.
Grüße, Max!














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