Die heute als Wachaubahn bezeichnete Strecke zwischen Krems entlang der Donau bis Emmersdorf war einst Teil der durchgehenden Donauuferbahn Krems – Mauthausen – St. Valentin. Während der westliche Abschnitt zwischen St. Valentin und St. Nikola-Struden auch heute noch im Takt-SPNV mit Desiros bedient wird, kam für den östlichen Abschnitt im Dezember 2009 bzw. 2010 die Einstellung des täglichen Personenverkehrs. Der mittlere Abschnitt zwischen Sarmingstein und Weitenegg wurde zwischenzeitlich abgebaut. Auf dem durch die malerische Wachau führenden 34km langen Teilstück zwischen Krems und Emmersdorf hat die NÖVOG, die mittlerweile auch Streckeneigentümer ist, ab April 2011 einen saisonalen Ausflugsverkehr mit zunächst drei, später vier Zugpaaren etabliert. Für diese Züge wurden 2016 fünf RegioSprinter (RVT) der deutschen Vogtlandbahn gebraucht gekauft, etwas modernisiert, mit Klimaanlagen ausgestattet und golden lackiert.

Nun haben mich einerseits Fotos von der wunderbaren Strecke durch die Wachau schon immer fasziniert, andererseits finde ich die RegioSprinter durchaus interessant, da sie einerseits früher bei meinem Arbeitgeber liefen (sogar auch hier in der Oberpfalz!) und andererseits einen frühen Vorreiter für den modernen Nahverkehr darstellen. Darum lag es nahe, auf dem Rückweg von der Tour zu den letzten Formsignalen mal an der Wachaubahn vorbeizuschauen. Praktischerweise fiel das ganze dann auch noch auf das Wochenende, an dem in der Wachau der „Weinfrühling“ gefeiert wurde und deshalb zusätzlich zu den vier planmäßigen Zugpaaren mehrere Zusatzzüge im Abschnitt Krems – Spitz eingelegt waren.

Gerechnet hatte ich eigentlich damit, daß zwei Garnituren der RVT den Verkehr bestreiten würden. Bei den Planzügen war dies auch der Fall. Für die Sonderfahrten kam jedoch zu meiner Überraschung eine lokbespannte Garnitur, bespannt mit einer wunderschön restaurierten 2050 zum Einsatz! Natürlich zog dies auch zahlreiche andere Eisenbahnfans an, was an einem Motiv dann leider auch zu einer sehr unschönen Situation führte. Doch dazu später mehr…

Grundsätzlich bietet die Strecke noch eine Vielzahl weiterer Motive, die einen erneuten Besuch rechtfertigen würden. Mal sehen, wann es soweit ist. 🙂