Servus miteinander!
In ganz Bayern machen sich mittlerweile Neufahrzeuge breit, welche die V90 an den Rangierbahnhöfen ablösen. Dadurch werden auch viele Übergaben auf DE 18 oder Vectron Dual-Mode umgestellt. Bamberg hat sich z. B. zwei neue Loks der Baureihe 249 gekauft, um den Rangierdienst, die Müllzüge und die Übergabe nach Schlüsselfeld zu übernehmen. Als Rückfallebene steht allerdings noch eine V90 im Bahnhofsvorfeld von Bamberg bereit. Diesen Beitrag widme ich der Nebenbahn Stullendorf – Schlüsselfeld, welche drei Mal wöchentlich von DB-Cargo befahren wird.
Montag, Mittwoch und Freitag – Ausnahme Feiertags – bringt DB-Cargo eine ganze reihe Flachwagen, beladen mit Drahtrollen, von Bamberg nach Schlüsselfeld. Um kurz vor 6.00 Uhr startet die Übergabe in Bamberg und kommt gegen 8.00 Uhr am Ziel an. Nach der Entladung geht es um ca. 10 Uhr zurück in die oberfränkische „Metropole“. Dann allerdings nur mit leeren Res. Nichts destotrotz wollte ich den Verkehr dokumentieren, da man sich auf solchen Strecken nie sicher sein kann, wie lange der Verkehr noch existieren wird. So schnappte ich mir am 26. Juni einen guten Freund und gemeinsam wurde die Strecke erkundet.
- Während der Zug am Firmengelände entladen wird, besorgt sich der Lokführer etwas zu essen und zu trinken und platzierte hierfür die Lok vor dem Empfangsgebäude Schlüsselfeld.
- Dank Kontakt zum netten Lokführer, waren auch ein paar Detailaufnahmen der Lok am Bahnhof möglich.
- Auf diesem Bild ist der alte Res-Wagen zu sehen, welchen wir vorhin als Erhöhung genutzt hatten. Dabei mussten wir aufpassen, nicht durch den morschen Boden hindurch zu brechen.
- An längst vergangenen Eisenbahnzeiten erinnern ein Formvor- und Hauptsignal an der Ausfahrt des Bahnhofs.
- GAG 53865 verließ auf die Minute pünktlich den Bahnhof Schlüsselfeld und lässt „St. Bartholomäus“ und die Pfarrkirche „Sankt Johannes d. Täufer“ hinter sich.
- Leider war der „Standartblick“ auf Schlüsselfeld durch den starken Regen und die hohen Temperaturen stark zugewachsen, weshalb wir auf diesen Blick zurück greifen mussten.
- „Infrastruktur am Existenzminimum“ könnte man dieses Bild betiteln. Die Nebenbahn ist noch mit Blinklicht-BÜs und und Telegrafen-Masten bestückt.
- Am Ortseingang von Mühlhausen, kämpft sich der Dualmode-Vectron durch das Gemüse am Friedhof vorbei.
- Im Ortskern von Mühlhausen muss der Lokführer mit der Lok „Gassi“-gehen, da hier mehrere unbeschrankte Bahnübergänge hintereinander liegen. Vor dem ersten wird angehalten und die Lok per Funk gesteuert.
- Statt bei der Hitze neben her zu laufen, entschied sich das Personal für den Rangiertritt, was wir nur zu gut nachvollziehen konnten.
- Auch der Haltepunkt Steppach war stark zugewachsen, weshalb ich hier erneut die Drohne steigen ließ. Das alte Empfangsgebäude ist mittlerweile zu einem Restaurant umfunktioniert worden, wozu auch der Wagen und die Köf gehören.
- Den Abschluss bildete die Stahlbrücke über die „Regntiz“ bei Pettstadt. Um von der Stadtseite her auf das andere Ufer rüber zu kommen, muss man entweder einen langen Umweg mit dem Auto oder Rad in Kauf nehmen, oder fünf Minuten mit einer der letzten unmotorisierten Fähren Deutschlands fahren. Natürlich haben wir uns, da noch genug Zeit blieb, für die zweite Variante entschieden.
- Aus der Drohnenperspektive erhält man dann auch einen Blick auf die „Regnitz“.
Nach der Bedienung von Schlüsselfeld dreht die Lok noch eine Runde nach Frauenaurach um dort volle Müllwagen abzuholen, ehe der Dienst der modernen Rangierlok im Hafen von Bamberg endet. Bis zum nächsten Mal.
Grüße, Max!














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