Servus miteinander!
Im Sommer des Jahres 2024 ist Deutschland von einem Jahrhunderthochwasser heimgesucht hat. Besonders betroffen waren die Pfalz und Baden-Württemberg. Unter anderem erwischte es das Wieslauftal bei Schorndorf enorm. Der Pegel der Wieslauf stieg dabei auf über fünf Meter, was dazu führte, dass viele Menschen ihr Zuhause und sogar ihr Leben verloren. Auch die „Wieslauftalbahn“ zwischen Schorndorf und Welzheim ist extrem in Mitleidenschaft gezogen worden. Teilweise sind komplette Streckenabschnitte unter- bzw. überspült worden, sodass die Strecke nicht mehr befahrbar war. Auch im örtlichen Betriebswerk stand das Wasser teilweise Meter hoch. Die NE 81 und RS 1 erlitten dabei einen wirtschaftlichen Totalschaden! Auch die OWS in Weiden war machtlos.
Gut, dass man bereits vor dem Hochwasser neue Fahrzeuge für die Strecke bestellt hatte. Nachdem der Streckenabschnitt Schorndorf – Rudersberg schnell wieder befahrbar war, fehlten der Strecke nun also Triebzüge. Kurzerhand mietete man sich externe Fahrzeuge an und griff dabei unter anderem auf einen RS 1 der 1. Generation der SWEG zurück. Nachdem Tobias Reisky und ich während unseres Urlaubs in Baden-Württemberg (-> „Täles- und Teckbahn„) letztes Jahr wind davon bekommen hatte, beschlossen wir der Strecke einen Besuch ab zu statten.
- Ein Motiv-Klassiker an der „Wieslauftalbahn“ ist diese Kurve kurz vor Hauersbronn. Von der Umgehungsstraße aus, welche hier die Bahn mittels einer Brücke quert, ging uns VT517 das erste Mal ins Netz. Vom Nahen werden die Unterschiede zu einem Serien-VT650 deutlich sichtbar. Die Lampen, die aufgesetzten Klimakästen und der Alu-Auspuff am Dach, welcher während der Fahrt lustig klapperte, sind nur ein paar offensichtliche davon.
- Der Zug nach Rudersberg ließ sich seitlich bei Michelau ablichten. Parallel zur Bahnstrecke verläuft die Landstraße, welche vom örtlichen Bus befahren wird.
- Der Gegenzug ist dann wieder frontal mit Telegraphenmasten aufgenommen worden. Aufgrund der niedrigen Lage der Bahnstrecke auf dem Abschnitt Richtung Hp Schlechtbach, ist hier die Infrastruktur vom Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Oberbau und mehrere Bahnübergänge sind erneuert worden.
- Hunter Meter hinter uns flog meine Drohne knapp über einem frisch gemähtem Feld.
- Wie schon bei Tobi zu sehen war, experimentierten wir in den letzten Tagen oft mit Obstbäumen und -plantagen herum. Asperglen liegt etwas über dem Tal und erneut hat man Sicht auf das allein stehende Haus am Straßenrand.
- Einen tollen Blick auf die württembergische Landschaft hat man von Buhlbronn aus. Zu sehen sind Hauersbronn und Urbach in ihrer ganzen Größe. Außerdem sticht wieder einer dieser markten „Vulkanberge“ ins Auge. Auf der Brücke, welche der VT gerade hinter sich gelassen hat, standen wir bereits ein paar Stunden vorher.
- Blicken wir ein weiteres Mal auf die lange Gerade zwischen Michelau und Schlechtbach. Auch hier legten sich die beiden Fotografen wieder ins Gras, um den weißen Vorserien -Triebzug abzulichten.
Tobi besuchte die Strecke kurze Zeit vor dem Hochwasser und konnte dadurch noch Bilder der NE 81 und alten RegioShuttle aufnehmen:
Seit dem 1. Mai ist auch der nördliche Abschnitt der Strecke wieder in Betrieb und die gelben „Wiesel“-Shuttle laufen wie geschmiert.
Grüße, Max!







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