Servus miteinander!
Heute starte ich eine kleine Beitragsserie über meinen Sommerurlaub Anfang September. Dabei bereiste ich Kroatien und Slowenien. Zum Start werfen wir einen Blick auf die „Koperrampe“, an welcher ich insgesamt zwei Tage verbrachte. Die Bahnstrecke zwischen Koper und Prešnica zählt zu den steilsten Strecken Europas. Auf einer Länge von 30km, schlängelt sich der Streckenverlauf die steile Klippen von der Meersehöhe bei Koper an der Adria auf knapp 400 Meter ü. NN. hinauf. Hauptsächlich vom Güterverkehr wird diese Verbindung genutzt, um die Güter des viel angefahrenen Hafens von Koper ins In- und Ausland zu transportieren. Güterzüge aus dem Tal müssen regelmäßig nachgeschoben werden, um die enorme Steigung zu bewältigen. Zum Einsatz kommen hauptsächlich Loks des Typs „Taurus“, „Vectron“ oder der slowenischen Baureihe 363 „Brizita“, welche vor allem durch ihr alter und die markante „Knicknase“ bei den Fotografen Kultstatus erlangt hat.
Bis zum Jahr 2030 soll die Bahnstrecke durch einen Neubau ersetzt werden. Das erste Gleis befindet sich kurz vor der Fertigstellung und soll Ende 2026 in Betrieb gehen. Dabei erblickt die Strecke nur noch wenig Tageslicht und verläuft hauptsächlich durch einen Tunnel. Bis 2030 soll dieses eine Gleis ausschließlich für den bergwärts laufenden Verkehr genutzt werden, um den Verkehr auf der Strecke zu entlasten. Ab 2030 ist geplant, nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme der zweite Tunnelröhre den alten Streckenverlauf zu einem Fahrradweg umzubauen.
31.08.2026
- Begrüßt wurden wir direkt nach der Ankunft von der gelben 363 005. Diese schob einen Kesselzug bespannt von zwei „Tauren“ nach. Ein Bild, welches schon bald der Vergangenheit angehört.
- Ben blieb für Talfahrer erstmal an der Ruine stehen, während ich mich auf die Lauer für Bergfahrer legte. Nach erfolgreicher Kreuzung im Bahnhof Hrastovlje setzte dieses „Taurus“-Doppel die Fahrt nach Koper fort.
04.09.2026
- Da zunächst einige Südfahrer gemeldet waren, schauten wir erneut an der Ruine bei Zanigrad vorbei. Eine glänzende „Brizita“ fuhr uns mit einem vollen Containerzug vor die Linse.
- Die Felskante bei Črnotiče zählt zu den bekanntesten Blicken an der Rame. Doch obwohl das Motiv so überlaufen ist, lässt es sich dennoch etwas in der Umsetzung variieren. 541 005 zieht beladene Ea-Wagen Richtung Linz an der Fotomeute vorbei.
- Ben hatte noch die super Idee, die Zeit bis Sonnenuntergang auf dem Stromkasten bei Podpeč abzusitzen. Und das Warten sollte ich lohnen. Im schönsten Abendlicht zog 363 015 einen Güterzug die Rampe hinauf.
05.09.2026
- Direkt nach der Abfahrt in unserem Hotel bei Koper konnten wir diesen Zug bergwärts fahren sehen. Bis zur Kapelle von Prešnica war der Zug locker wieder eingeholt.
- Ein weiterer Fotograf vor Ort hatte Zugriff auf das interne Güterzugsystem der SŽ und meldete kurze Zeit später die Abfahrt der „Retro“-„Brizita“ im Güterbahnhof Koper. Mit einem Schiebewandwagenzug bewältigte 363 001 die enorme Steigung der Koperrampe und lässt ab Črnotiče die Adria hinter sich.
- Viel Glück hatte ich bei diesem Bild. Nachdem der Erzzug mit dem 541-Doppel Hrastovlje passiert hatte, konnte auch der Lokzug aus „Vectron“, „Taurus“ und „Brizita“ weiterfahren. An der Cerkev sv. Trojice sind beide Züge verewigt worden.
- Leider ist diesem vorgemeldeten SŽ-Cargo Zug in einem der vergangenen Bahnhöfe eine 541 vorgespannt worden. Die beiden „Brizitas“ liefen daher nur noch kalt im Zugverband mit. Die Drohne ermöglichte einen Blick vor das Tunnelportal bei Zanigrad.
- Wie bestellt war der erste Zug am gewünschten Motiv sogleich ein Highlight. Die „James Band-Lok“ 007 hat kurz vor Črnotiče fast den Scheitelpunkt der Strecke erreicht. Ben setzte das Motiv klassisch um…
- …während ich mich auf einem Felsen weiter rechts positionierte. Der Zug ist von einem Railpool-Vectron nachgeschoben worden.
- Nach dem erfolgreichen Fang in Črnotiče ließen wir den letzten Abend erneut bei Podpeč ausklingen. Für den zu sehenden Zug entschied ich mich diesmal für eine frontalere Umsetzung.
Zwischen unserem ersten und letzten Koper-Aufenthalt, führte uns die Reiseroute bis in den Süden von Kroatien. Was wir dabei vor die Linse bekamen, seht ihr im nächsten Beitrag.
Grüße, Max!












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